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8. Juli 2013

Spreeabwärts



Spreeabwärts/Downriver

Berlin, Deutschland/Germany

[DE] Der Berliner Dom ist die größte Kirche in der Stadt und dient als ein wichtiges Zentrum für die evangelische Kirche in Deutschland. Weit über die Grenzen von Berlins, aus Deutschland und dem Ausland, zieht der Berliner Dom Jahr für Jahr Tausende von Besuchern an. Mit Gottesdiensten, Konzerten, Führungen und viele weitere Veranstaltungen und Angebote präsentiert die Kathedrale eine Vielzahl von Möglichkeiten, um näher an der christlichen religiösen Tradition kommen.

[EN] The Cathedral of Berlin is the largest church in the city, and it serves as a vital center for the Protestant church of Germany. Reaching out well beyond the borders of the parish and of Berlin, the cathedral attracts thousands of visitors, year after year, from Germany and abroad. With church services, concerts, tours, and many more events and offerings, the cathedral presents a wide variety of opportunities to come closer to the Christian religious tradition.

source: www.berlinerdom.de/index.php?lang=en
more: www.tomkpunkt.de
and: www.flickr.com/photos/tomkpunkt

4. Juli 2013

Lightroom - Staubflecken in Bildern

Ein Problem beim Fotografieren mit geschlossener Blende sind die Staubflecken, also Verschmutzungen auf  Sensor und Objektiv. Diese sind dann besonders gut sichtbar. Vor allem am wenig Strukturierten Flächen wie Himmel, Wasser, Häuserfassaden fallen diese besonders auf und können den Gesamteindruck des Bildes ruinieren.

Dank Adobe Lightroom und seinem Reparaturpinsel ist das kein Problem, wenn man denn alle Problemstellen im Bild findet.
Mit Version 5 hat Adobe ein neues Feature für den Reparaturpinsel eingeführt. So lassen sich mit einem  Klick die Kontrastkannten mittels Kantenerkennung (evtl ein Sobel Filter) im Bild finden und Staubflecken schneller entfernen. In Adobe Photoshop lässt sich ein Sobel Operator auch per Hand definieren.

Als Beispiel eines meiner letzten Bilder, die Blende ist mit 19 recht weit geschlossen und die Staubflecken kommen gut zum Vorschein.

Staubflecken bei 18mm  bei Blende 19
Wenn man die Kantenerkennung aktiviert, bekommt man in der Standardeinstellung ein schwarz-weiß Bild zu sehen. Die Kannten werden als weiße Linie gezeichnet, die Stärke der Linie gibt an wie groß der Kontrastunterschied ist.
Die jetzt erscheinenden Staubflecken im Himmel sind gut zu sehen, aber hätte man auch so im Bild erkannt.
Kantenerkennung mittel
Per Schieberegler lässt sich die Intensität der Erkennung erhöhen, so dass man deutlich mehr Flecken im Bild erkennen kann.
Kantenerkennung maximal
So lassen sich die unansehnlichen Flecken einfach erkennen und entfernen und heben den Gesamteindruck des Bildes.

Und wie macht man das in älteren Versionen von Lightroom, Photoshop oder anderen Programmen?

Mit einem Falschfarbenbild lassen sich kleine Kontrastunterschiede, die auf Staub hinweisen schnell und zielsicher erkennen.

Falschfarbenbild
Was im ersten Moment wie ein Farbchaos wirkt, lässt sich bei näherer Betrachtung als super Kontrastbild erkennen. Staub springt einem zwar nicht als weißer Kreis, aber als leichter oder manchmal deutlicher Farb- und Helligkeitsunterschied erkennen.
100% Ausschnitt mit Staubflecken
Dieses Falschfarbenbild lässt sich erzeugen in dem man die Tonwertkurve von der Linie zu einem Zick-Zack ändert. Man erreicht damit viele starke Kontrastkanten im Bild.

Tonwertkurve 
Ich empfehle für die Bearbeitung diese Kurve als Preset zu hinterlegen, um ein schnellen Wechsel zwischen Original und Falschfarbenbild zu erreichen. Ich werde sicher in Zukunft nochmal ein Tutorial schreiben zu meinen verwendeten Presets in Lightroom und mein Entwicklungsworkflow.

meine Presets 
Ich persönlich bevorzuge die Bearbeitung mit den Falschfarben, denn ich hab das Gefühl, das die Auswahl der Korrekturstücke durch die hohen Kontrastunterschiede im Bild präziser von Lightroom durchgeführt wird als ohne das Falschfarbenbild.

eine menge Staub auf dem Sensor
Nachdem alle Staubflecken entfernt worden sind, kann das Bild nun veröffentlicht werden.

Finales Bild

25. Juni 2013

HDR - do it my way

Wie heißt es doch "sharing is caring", deshalb mein erstes Tutorial zum Thema HDR.

HDR ist ein Reizthema in der Fotowelt, für die einen ein Mittel zum Zweck, um eine erlebte Szene in das richtige Licht zu stellen; für die anderen quietschbunter Kitsch.
Ich bin ein großer Fan von HDR-Bildern, so lange sie nicht total ins unnatürlich gleiten und/oder diese technisch gut gemacht sind.

Nach langem Probieren und Ergebnissen die nicht immer zufrieden stellend waren, habe ich für mich einen Standard-Workflow gefunden, mit dem sich für mich gute Ergebnisse erzielen lassen. Und dessen Style ich mag.

Mit meiner Kamera habe ich eine Belichtungsreihe von 5 Bildern erstellt, der Belichtungsabstand zwischen den Bildern liegt bei einer Blende. Es ergibt sich also eine Reihe von -2, -1, 0, +1, +2. Meine dafür verwendete Kamera ist eine Nikon D7100 diese hat laut Tests von DxOMark eine Aufnahmedynamik von 13.7 Blendenstufen, durch die Aufnahme der Belichtungsreihe kommen nochmals 4 Blendenstufen hinzu. Das ergibt rechnerisch eine totale Dynamik von 17.7 Blendenstufen, mehr als ein Jpeg-Bild speichern, ein Drucker oder Standardmonitor darstellen kann.

Um ein solches Bild darstellen zu können, muss man nun die 17.7 Blendenstufen soweit zusammenstauchen, dass man eine Dynamik von ca 8 Blendenstufen erreicht. Dieses geschieht über das sogenannte Tonemapping oder anderen Alternativen.

Ich verwende für das Tutorial Adobe Lightroom (ab Version 4) und Photomatix Pro (Version 4.2).


die Belichtungsreihe
Nachdem alle Bilder in Lightroom importiert wurden, folgt im ersten Schritt die Vorentwicklung. Im Histogramm des Basisbildes erkennt man gut das man sehr viel dunkle Bildanteile hat und wenig bis keinen Bildinformationen in den mittleren und hellen Bereichen.
Basisbelichtung ohne Vorentwicklung
Basisbelichtung ohne Vorentwicklung

Die Vorentwicklung sorgt für eine ausgeglichenere Belichtung oder Tonewertverteilung im Bild, also mehr Bildinformationen für die mittleren und hellen Bereiche. Dafür werden die Lichter nach unten und die Tiefen nach oben korrigiert. Als Ausgangswert nehme ich 50. Anschließend wird der Weiß- und Schwarzpunkt im Bild gesetzt. Durch halten der "ALT" Taste (oder "Option" Taste auf Mac) kann man beim Bewegen der Schieber genau erkennen, wann ein Pixel im Bild absolut weiß bzw. schwarz ist.
Im Basisbild können Bereiche auch absolut Schwarz und Weiß sein, da wir noch weitere Belichtungen haben die für diese Bereiche mehr Detailinformationen haben.
Einstellungen der Vorentwicklung

Zusätzlich noch etwas an der Belichtung drehen, die Klarheit etwas erhöhen, Objektivkorrektur aktiviert, leichte Rauschentfernung und leichtes Nachschärfen. Damit ist die Vorentwicklung abgeschlossen. Das Ergenis ist ein recht gut belichtetes Bild mit einem flacherem Histogramm in den Tiefen und mehr Informationen in den mittleren Bereichen.
Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, werden die Entwicklungseinstellungen vom Ersten auf die anderen Bilder übertragen.
Basisbelichtung mit Vorentwicklung
Basisbelichtung mit Vorentwicklung

Der nächste Schritt ist der Export nach Photomatix Pro. Dafür nutze ich das von Photomatix in Lightroom integrierte Export-Plugin.

In Photomatix lassen sich nun die "Geister", also Bewegungen zwischen den einzelnen Belichtungen, entfernen. Dies macht Photomatix besser und einfacher als ich das bisher in anderer Software kennengelernt habe. Ist dieser Schritt abgeschlossen wird nun das HDR-Bild erzeugt und das Tonemapping oder die "Fusion" der Bilder angewendet. Das Ergebnis wieder in Lightroom reimportiert. Für mehr nutze ich Photomatix nicht, das Finale Tonen des Bildes erfolgt wieder in Lightroom.
Photomatix Einstellungen

Nach dem Reimport des Bildes habe ich nun ein Bild, welches deutlich mehr Details in den Lichtern und den Schatten hat. Am Histogramm kann man dieses sehr gut erkennen. Die Tonewerte in den mittleren Bereichen haben deutlich zugenommen.
Reimportiertes Bild
Reimportiertes Bild
Nun erfolg die abschließende Bearbeitung in Lightroom, es werden nochmals Tiefen, Lichter, Schwarz- und Weißpunkt korregiert. Rauschen entfernt, nachgeschärft, nachvignettiert und Details verbessert.

Ich hoffe dieses Tutorial konnte einen kleinen Einblick geben wie ich meine HDR-Bilder verarbeite.

Zum Abschluss noch das finale Bild.

Finales Bild
Finales Bild